Weinheim. Comics mit Superhelden gibt es wie Sand am Meer. Sie retten die Welt und haben Superkräfte. Da kann die Freiwillige Feuerwehr natürlich nicht mithalten und Superkräfte haben unsere Frauen und Männer auch nicht, obwohl sie super Leistung bringen. Dafür haben Sie Leidenschaft für ihr Ehrenamt und brennen für die Feuerwehr. Wenn du also auch mal in unserem Comic mitspielen möchtest, ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt. Mach’s wie unsere drei L’s Lukas, Lale und Lukas und zeig, was in dir steckt. Lukas kommt aus der Jugendfeuerwehr Rippenweier und ist nun in die Einsatzabteilung gewechselt. Mit Lale aus Oberflockenbach und Lukas aus Lützelsachsen-Hohensachsen haben wir zwei Quereinsteiger bei der Freiwilligen Feuerwehr, die zeigen, dass man auch ohne Mitglied in der Jugendfeuerwehr gewesen zu sein, jederzeit einsteigen kann. Dass bei der Feuerwehr Aktion, Sport, Spaß und Teamgeist geboten wird, zeigen unsere Newcomer in ihrem „Comic“ während des Atemschutzlehrgangs. „RM“
Wo andere hinausrennen, rennen Sie rein – die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr gehen für andere durch Feuer und Rauch. Jedes Jahr müssen die Feuerwehren in Weinheim und Umgebung zu mehreren Brandeinsätzen ausrücken. Das Gefährliche bei einem Brand ist der Rauch. Daher ist es für die Feuerwehrangehörigen nur mit einem Umluft unabhängigem Atemschutzgerät möglich, in brennende Räume vorzugehen. Was als selbstverständlich angesehen wird, verlangt einem Feuerwehrangehörigen einiges ab. Damit ein Feuerwehrmann überhaupt ein Atemschutzgerät tragen darf, muss er zunächst einmal tauglich sein. Hier muss man in regelmäßigen Zeitabständen je nach Alter die sogenannte G-26 Untersuchung ablegen, bei der die Angehörigen der Feuerwehr auf ihre körperliche Tauglichkeit untersucht werden. Jeder Feuerwehrangehörige, der im Besitz dieser Untersuchung sowie den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger besucht hat, ist fähig Atemschutz zu tragen. Da ein Einsatz aber neben der physischen eine enorme körperliche Belastung bringt, müssen die Atemschutzgeräteträger eine jährlich stattfindende Belastungsübung absolvieren. Hierbei müssen unter Atemschutz Tätigkeiten verrichtet werden, die einem Arbeitsvolumen von 80 kJ (bis zum 50. Lebensjahr) und 60 kJ (ab dem 50. Lebensjahr) entspricht. Vorgeschrieben sind hier die Belastung durch drei verschieden Ergometer, bei der verschiedene Muskelpartien angesprochen werden. Zusätzlich ist ein Übungsgang unter Sichtbehinderung in einer Orientierungsstrecke von mindestens 50 Meter abzuleisten.
Die mobile Atemschutzstrecke der FEUERCON (MobAS) befindet sich in einem isolierten Sattelauflieger, der durch beidseitige Ausschübe vergrößerbar ist. Durch den Ausbau der Anlage erfüllt diese die Vorgaben der Feuerwehrdienstvorschrift 7 und der DIN 14093.
Nachdem sich die Einsatzkräfte mit Atemschutz ausgerüstet haben, müssen sie durch eine mit Gittern abgegrenzte Übungsstrecke, die kaum Bewegungsfreiheit bietet. Ein besonderes Hindernis der Strecke besteht aus einer ca. 3 Meter langen Röhre. Die Röhre ist so eng, dass man sich darin nicht drehen kann. Kriecht man mit aufgezogenem Atemschutzgerät, verbleiben nur wenige Zentimeter zwischen Körper und Röhre. Dieses Hindernis soll zeigen, ob Geräteträger ein Problem mit Platzangst haben und auch solche Situationen meistern. Hier ist Teamarbeit unerlässlich. Ohne Hilfe des Partners ist es fast unmöglich, das Rohr zu passieren. Die komplette Strecke wird „krabbelnd“ oder „kriechend“ passiert. Enge und unförmige Durchgänge erfordern genaue Kenntnisse über die Handhabung und Maße des Atemschutzgeräts, da oft nur wenige Zentimeter Luft zwischen Gerät und Hindernis vorhanden sind. Nachdem die Übungsstrecke passiert ist, geht es weiter. Nun muss der Atemschutzgeräteträger eine Endlosleiter besteigen, bei der der Geräteträger, die sich ständig drehende Leiter an klettern muss. Sobald er die geforderte Leistung gebracht hat, geht es zum nächsten Gerät. Hier muss er dann auf ein Fahrrad. Danach geht es ein zweites Mal in die Übungsstrecke. Um die Übung möglichst realistisch zu gestalten, wird im zweiten Durchgang die Strecke abgedunkelt und mit Wärmestrahlern erhitzt. Neben der starken körperlichen Belastung durch die eigentlich verrichtete Arbeit und dem hohen Gewicht der Einsatzausrüstung (ca. 30 Kilogramm) leidet der Körper vor allem unter der erschwerten Verdunstung über die Haut durch die isolierende Einsatzuniform. Die wichtigste Möglichkeit des Körpers, Wärme auf die Weise abzugeben, ist damit stark reduziert. Dies hat einen Wärmestau im Körper zur Folge. Daher muss der Atemschutzgeräteträger vor und nach dem Einsatz beziehungsweise der Übung ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Die ganze Übung wird von einem Kontrollpult aus überwacht. Sollte es zu akuten Problemen kommen, kann innerhalb weniger Sekunden Licht in der gesamten Strecke eingeschaltet und die Übung abgebrochen werden.
Read more